Tag 68: Flüsse

Meile 972.8 – 994.0

Heute war ein schöner Tag, nicht jedoch ereignisreich. Das Wetter war schön sonnig bei angenehmen Temperaturen. Wir liefen, mal durch Wald mal über Wiese, durch mehrere Täler und zwischendurch erwarteten uns immer wieder kleine Flussquerungen, wunderschöne Bergseen und wir trafen Freunde wieder. Darunter mehrmals Caterpillar und Smelly Cat, neben denen wir gestern gecampt hatten.
Am Nachmittag kamen wir zu einem großen, über die Ufer getretenen See. Teils ging der Trail nun „durch den See“, teils hatten sich bereits neue Trampelpfade oberhalb der Wassergrenze gebildet. Den am See entlang fließenden Fluss mussten wir natürlich auch queren. Er war sehr breit und führte viel Wasser. Zum Glück hatte er keine starke Strömung und so konnten wir trotz fast hüfttiefem Wasserstand problemlos queren.

Die nächsten Meilen bis zu unserem Schlafplatz liefen entlang dieses Flusses und durchquerten noch einige Seitenarme und Zuflüsse. Heute waren unsere Füße den überwiegenden Teil der Zeit nass gewesen, wie an vielen Tagen in der Sierra. Das ist im Prinzip nichtmal störend. Das Wasser erwärmt sich sehr schnell im Schuh und danach bemerkt man es fast nicht mehr. Solange man noch ein zweites Paar trockener Socken hat ist alles im grünen Bereich. Falls nicht hat man am nächsten Morgen einen schlechten Start in den Tag, da es nicht angenehm ist, eiskalte, nasse Socken anzuziehen.

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2 Kommentare

  1. Vielen Dank fuer den Bericht und die Fotos, wie immer sehr informativ und wunderschoen!

    Wir haben Fragen zu den nassen Fuessen: Fuehrt das nicht leichter zu Blasen? Und wie sieht es mit der Trittsicherheit aus, rutscht man nicht in den nassen Schuhen, wenn auch nur ein kleines Stueck?

    1. Servus,
      mit Blasen hatten wir keine Probleme in der Sierra, wir sind in Merinowoll-Zehensocken von Injinji gewandert, ich denke das hat uns gerettet. Man hatte Abends manchmal gequollene Füße, die sind aber wieder getrocknet. Manche Wanderer schmieren ihre Füße mit Wachs oder Hirschhornsalbe ein, unsere Füße waren unbehandelt am glücklichsten. Wir hatten in den trockenen, staubigen Trailabschnitten am meisten Probleme mit Blasen, weil sich dann Hotspots bilden können. Das Thema ist ne Wissenschaft für sich, Andrew Skurka hat glaube ich mal einen guten Artikel geschrieben, ich suche mal.
      Trittsicherheit war kein Problem, das liegt glaube ich mehr am Wanderer, als an den Schuhen oder dem Wetter und wie immer: man lernt nie aus 😉

      Edit: Hier ist der Skurka Artikel:
      https://andrewskurka.com/minimizing-the-effects-and-aftermath-of-wet-feet/

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