Tag 66: Tuolumne Meadows

Meile 926.1 – 948.3

Heute morgen sind wir auf den Donohue Pass gestiegen. Es war nur ein bisschen schneeig und gar nicht gefährlich. Oben haben wir die Grenze zum Yosemite überschritten. Ich habe es gar nicht mit bekommen. Der Donohue Pass ist der letzte höhere Pass gewesen. Ab hier werden wir nicht mehr durch nennenswerte Schneemengen kommen, glauben wir jedenfalls. Wir haben einen letzten ungehinderten Blick auf die verschneite High Sierra genießen können und vor uns erstreckten sich weite Berge, bedeckt mit Wald und viel hügelförmiger anstatt der schroffen High Sierra.
Bergab haben wir den direkten Weg genommen, das war mit ein bisschen gekletter und bushwaking verbunden, war aber ok.
Unten trafen wir Greybeard und Redbeard wieder. Keiner wusste so richtig wie das folgende Meadow ausgesprochen wird, geschrieben steht Tuolumne Meadow.
Dann ging es ein paar Meilen durch ein breites grünes Tal parallel zum Tuolumne River, der so klar war, dass man auf dem Boden liegende Baumstämme erkennen konnte. Er schlängelte sich fast märchenhaft im Tal dahin.

Uns kamen zunehmend Tagestouristen entgegen. Es war beeindruckend wie extrem sie gerochen haben. Nach Shampoo und Parfum. Ich will nicht wissen wonach wir aus deren Sicht gestunken haben. Dann kamen wir durch einen großen Zeltplatz und an eine Straße. Dort trafen wir Smelly Cat und Catapillar wieder, mit denen wir in Campo an der mexikanischen Grenze gestartet waren. Wir quatschen etwas und gingen wir zum General Store.
Dort aßen wir einen Burger und zwei Eis. Wir luden unsere Geräte am Strom auf und trafen viele Wanderer wieder. Wir unterhielten uns mit den Anderen und es war echt schön alle wieder zu treffen, beeindruckend wie nah man sich die ganze Zeit über gewesen sein muss. Wahrscheinlich waren einige immer ein bis zwei Stunden hinter oder vor uns.

Der John Muir Trail ist hier im Prinzip zu Ende, die JMTler laufen morgen noch ins Yosemite Valley, aber das ist gar nicht mehr anspruchsvoll. Wir sehen also einige Freunde nicht mehr wieder und sind jetzt im Prinzip Thruhiker, auch wenn viele JMTler jetzt wahrscheinlich empört aufschreien.
Nach ca. zweieinhalb Stunden konnten wir uns durchringen zu gehen. Man darf innerhalb von vier Meilen um Toloumne Meadows nicht zelten und so liefen wir noch eine Weile. Die Mücken waren ziemlich schlimm. Wir kamen an den Toulomne Falls, ziemlich schönen Wasserfällen, vorbei und zelteten auf einem verlassenen Campingplatz des Forrest Service. Alles in allem ein sehr schöner Tag.

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Ein Kommentar

  1. Ich erinnere mich an die Thruhikers auf dem Campingplatz bei Tuolomne Meadows. Sie erschienen wie andere Wesen, so fit und chill. Kochen und Bereitmachen zum Schlafen gingen bei ihnen im Handumdrehen. Es war schwer, sich vorzustellen, wie sie die ganze Strecke von Mexiko zu Fuss bewaeltigt hatten!

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