Tag 25: Aufstieg nach Wrightwood

Meile 347.2 – 369.3

Wir sind in einer Wolke aufgewacht. Nach dem Aufstehen und Abbauen haben wir noch Wasser aus dem bereitstehenden Watercache geholt. Wir hatten nicht mehr genug zu Essen, deshalb gab es mehrere Müsliriegel zum Frühstück. Nach Wrightwood sind es 21 Meilen und ziemlich viele Höhenmeter, wir waren uns nicht sicher, ob wir uns da nicht zu viel vorgenommen hatten.
Nach etwa einer Stunde kamen wir aus der Wolke. Der Ausblick war grandios. Man hatte Ausblick über ein wolkengeflutetes Tal.

Wir liefen auf einen schneebedeckten Gipfel zu und waren uns nicht so sicher, ob wir dort hoch müssten. Weiter gibt es hier eigentlich nicht mehr viel zu erzählen, wir sind ein paar Stunden bergauf durch ehemalige Waldbrandgebiete gelaufen und haben dann irgendwo Mittagessen gekocht.
Am Nachmittag stellte sich heraus, dass wir zum Glück nicht auf den Schnee-Gipfel steigen müssen. Wir trafen einen Wanderer, der ganz verzweifelt seine Hunde gerufen hat, die einem Squirrel hinterher gerannt waren. Etwas weiter nutzten wir das Plumpsklo eines Campgrounds des Forrest Services, kamen durch ein Skigebiet und überquerten die Grenze zum Los Angeles National Forest. Wir trafen zwei sehr schnelle Wanderer, an die wir uns bis zum Abzweig nach Wrightwood hielten.

Wir hatten Angst, dass uns aufgrund von Straßenbauarbeiten, die den Highway zu einer Sackgasse machten, niemand von Hwy 2 nach Wrightwood mitnimmt, hatten jedoch Glück und holten kurz vor dem entsprechenden Wanderparkplatz ein mexikanisch-amerikanisches Ehepaar ein, das in ihrem Wrangler noch zwei freie Plätze hatte.
Die zwei Wanderer, mit denen wir vorher unterwegs waren durften in einem alten, orangenen VW mitfahren, wir waren ein bisschen neidisch.

Leider nicht unsere Mitfahrgelegenheit…

In Wrightwood haben wir erstmal mit anderen Wanderern im Supermarkt rumgehangen. Die Chefin hat uns einen Kakao spendiert und an der Tankstelle gegenüber haben wir einen Hot Dog geschenkt bekommen. Die Suche nach einem Schlafplatz gestaltete sich als ziemlich kompliziert. Die beiden Motels wollten 140$ für eine Nacht. Wir haben schlussendlich ein Airbnb für 65€ gefunden und waren darüber ziemlich glücklich. Wir kauften noch ein paar Lebensmittel ein und liefen dann eine viertel Stunde zu Fuß. Dort angekommen kochten wir uns in unserer voll ausgestatteten Küche Spaghetti Bolognese, wuschen unsere Klamotten und schrieben ein bisschen für den Blog.

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Ein Kommentar

  1. Schön … eine ausgestattete Wohnung , Küche und normal kochen !
    Das klingt sehr gut nach dem man das ganze Wildnis tagelang gehabt hat und bevor es weiter geht !
    Dann viel Genuss 😁👍☀️

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