Tag 62: Silver Pass
Meile 867.4 – 887.4
Heute morgen gab es einen Müsliriegel und ein paar Nüsse, dann liefen wir bis unter die Schneegrenze um dort Haferflocken mit Rosinen zu kochen. Zehn Meter weiter bauten zwei Wanderer langsam ihr Zelt ab und sleeping bear kam schließlich zu uns rüber und fragte, ob wir etwas über den reißenden Fluss wüssten, den wir in einer Meile queren müssten. Wir verneinten und beschlossen mit sleeping bear und grandpa zu wandern. Es war sehr angenehm mit ihnen zu quatschen. Über den Fluss gab es einen Baumstamm, aber wir liefen bis zum Mittagessen zusammen. Sleeping bear ist schon den AT gewandert, hat ein paar sehr lange Fahrradtouren gemacht und möchte nächstes Jahr in Europa Fahrrad fahren. Er ist Highschool Musiklehrer im Ruhestand und hat Grandpa Posaunenunterricht gegeben. Grandpa ist erst 17 Jahre alt, war aber schon in Alaska wandern.
Mittagessen machten wir zusammen im Tal, nachdem wir vorher einen wahnsinnig steilen Hang hinunter gekommen waren (vorher war es bergauf gegangen). Es gab Ramenbomb.
Als wir nach einem Toilettengang die andere Talseite in der Sonne bezwangen, lag mir das Mittagessen bleischwer im Magen. Die Sonne tat ihr übriges und so machte ich bei der Querung eines kleinen Bächleins etwas Pause und genoss das kalte Wasser an meinen Füßen. Nach einigen weiteren Bächen und einem anspruchsvolleren Flüsschen querten wir vor einem Wasserfall. Das war cool, und kalt. Mich hat beeindruckt, wie viel Wind der Wasserfall erzeugt hat.
Oberhalb des Wasserfalls haben wir Mapel und Firecracker getroffen. Dann haben wir den Pass in Angriff genommen. Es war schon anstrengend, auch wenn es nicht mit den hohen Pässen vergleichbar war. Wir hatten eben schon einen ganzen Tag hinter uns. Oben angekommen kochten wir Abendessen. Dann teilten wir uns mit Mapel und Firecracker ein paar mit Schokolade und Kakao überzogene Mandeln, die unser Hauptgewinn von den Muir Trail Ranch waren.
Bergab gab es die besten Glissades des gesamten Trails. Glissades sind Rutschen, die durch viele Thruhikerhintern entstanden sind. Im Prinzip wie Poporutschen, nur ohne Poporutscher.
Nach ein paar Meilen schlugen wir unser Zelt an einer Lichtung unterhalb der Schneegrenze auf. Wir gönnten uns noch eine heiße instant Schokolade und schliefen dann fest ein. Morgen kommen wir in die Stadt. Viele nehmen wir uns ein Hotelzimmer mit anderen Wanderern. Ich finde wir haben uns ein echtes Bett verdient.













