Tag 27: Mt. Baden Powell
Meile 369.3 – 392.1
Wir sind um halb sechs aufgestanden, haben das Zelt abgebaut und im Gehen gefrühstückt. Es waren „nur“ vier Meilen zum Gipfel von Mt Baden-Powell, diese hatten es jedoch in sich, da sie auch gut 1000 Höhenmeter enthielten.
Als wir gegen viertel vor neun oben ankamen begrüßte uns ein sagenhafter Ausblick, ein Monument, auf dem erklärt wurde, wer Mr. Baden-Powell, Gründer der US-Pfadfinder, war, und eine USA Flagge.
Wir machten ein kleines zweites Frühstück auf dem Gipfel und freundeten uns ein bisschen mit Oliver aus Seattle an, der auch den PCT läuft und in unserem Alter ist. Und quatschen mit einer anderen amerikanischen Thruhikerin, die wir immer mal wieder treffen, von der ich mir aber den Namen nicht merken kann.
Weiter verlief der Weg am Grat entlang, nichts gefährliches, aber anstrengender als zu Mt Baden-Powell hinauf, weil teilweise Schnee hinzukam.
Mittagspause machten wir auf einem Parkplatz des Gebirgshighways. Dort trafen wir „the Kid“, der für eine Einführungsveranstaltung seiner Uni für drei Tage nach Texas fliegen muss und auf einen Bekannten wartete, der in ca. eine halbe Stunde später mit einem riesigen Mercedes-Sprinter-Wohnmobil einsammelte. Einige Minuten später kam Ben. Unglaublich, er war um acht an dem Wanderparkplatz vom Vortag gestartet und hatte uns eingeholt.
Zur Feier des Tages sind wir anschließend falsch abgebogen und insgesamt 40 Minuten den falschen Weg gelaufen. Wieder auf dem PCT wurden wir von einem steilen Hügel mit wunderbarer Aussicht belohnt. Als wir wenig später wieder am Highway waren, mussten wir den PCT verlassen und auf dem Highway laufen, weil der PCT an dieser Stelle durch ein Gebiet verläuft, in dem irgendwelche gelben Frösche geschützt werden sollen.
Nach zweieinhalb Meilen Highway wurden wir von ein paar Urlaubern bis zum Campingplatz mitgenommen. Total nett, ein Opa mit Enkelin, die gerade vom Campingplatz in Death Valley kamen und meinten ihnen wäre es dort zu warm gewesen.
Am Campingplatz trafen wir Ben wieder, der total verwirrt war, dass wir aufgrund unseres falschen Abbiegens hinter ihm waren. Wir teilten uns mit ihm und Oliver die Campinggebühr von 12$, hatten einen schönen Abend zusammen und biwakkierten unter großen Nadelbäumen und Sternenhimmel.















